Warum ich noch einmal kandidiere
In den letzten Wochen wurde ich hin und wieder gefragt: „Nach 22 Jahren im Landtag, 35 Jahren im Bezirksrat und zehn Jahren im Rat – warum kandidierst du eigentlich noch mal? Du könntest dich doch ausruhen und zu Hause bleiben.“ Und ja – etliche meiner Altersgenossen machen das. Aber viele bringen sich weiterhin in Ehrenämter ein, betreuen ältere Nachbarn oder sind Lesepaten.
Und ich? Mein Herz schlägt für meine Heimat und für die Menschen, die hier leben. Wenn ich durch unseren Bezirk gehe, spüre ich: ich brenne nach wie vor für diese Aufgabe. Ich möchte nicht in der Ecke sitzen, wenn es um unser aller Zukunft, um unsere Orte Wenden, Veltenhof, Rühme, Thune und Harxbüttel und unser schönes Braunschweig geht. Außerdem merke ich in den Gesprächen eine große Verunsicherung, man sehnt sich nach mehr Verlässlichkeit.
Den Ärger über Berlin höre ich in fast jedem Gespräch, und ehrlich gesagt teile ich ihn oft genug. Meine eigene Partei nehme ich dabei nicht aus. Während dort gestritten wird, werden Einkaufen, Tanken und Heizen teurer. Aber unser Bezirksrat ist kein „kleiner Bundestag“. Wenn hier über den Bus nach Harxbüttel entschieden wird, sitzen alle am selben Tisch, und am Ende einigen wir uns fast immer. Die meisten Beschlüsse fassen wir einvernehmlich, oft sogar einstimmig.
Zwei Themen liegen mir besonders am Herzen:
Seit Jahren fordere ich eine Einrichtung für Seniorenwohnen und weitere Betreuungs- und Pflegeangebote. 1368 Bürgerinnen und Bürger haben diese Forderung damals unterstützt. Denn ältere Menschen, die ihr Leben lang für unsere Gesellschaft geschuftet haben, verdienen es, in Würde, Sicherheit und in ihrer vertrauten Umgebung alt zu werden. Niemand sollte seine Heimat verlassen müssen, nur weil der Alltag beschwerlicher wird. Heute gibt es Pläne und einen Standort im 1. Bauabschnitt Wenden-West. Endlich. Jetzt muss aus der Planung Realität werden – und da kommt der Rat der Stadt ins Spiel.
In Wenden-West sollen im 1.und 2. Bauabschnitt rund 950 Wohneinheiten entstehen und rund 2000 neue Einwohner zu den 12.000 im Stadtbezirk lebenden hinzukommen. Schulen, Kitas, Straßen, ÖPNV, Seniorenwohnen etc. müssen mitwachsen! Und das gilt natürlich nicht nur hier, sondern auch in Baugebieten wie z.B. Rautheim-Möncheberg am anderen Ende der Stadt. Die Entscheidungen im Rat der Stadt müssen dabei alle Interessen ausgleichen und in Einklang bringen.
Zum anderen sehe ich es als meine Pflicht an, einem möglichen Generationenkonflikt entgegen zu wirken. Weder überzogenes Sparen noch maßloses Verschulden darf Jung gegen Alt gegeneinander ausspielen. Ein verlässlicher, guter Kindergarten für die Enkel ist genauso wichtig wie bezahlbarer, barrierefreier Wohnraum für die Großeltern. Wir sind nur stark, wenn wir uns gegenseitig stützen. Ich möchte die Generationen verbinden, mit vielen Erfahrungen im Kopf und mit dem Herzen für die Jugend. Mit meinen nun 70 Jahren bin ich unabhängig und ehrlich für Sie da, denn ich muss niemandem mehr etwas beweisen.
Sie kennen das Bonmot „Neue Besen kehren gut, doch die alten kennen die Dreckecken.“ Deshalb freue ich mich über die ausgewogene Mischung unserer Kandidaten zur Kommunalwahl. Denn die Mischung macht´s, dass man bürokratische Hürden überwindet oder mit konstruktiven Ideen auf offene Ohren in der Verwaltung stößt, wenn es z.B. um den Straßenausbau oder die Verkehrssicherheit, die Grünanlagen oder die Busverbindungen, die Sanierung von Kita-Dächern oder den Erhalt der Bücherei geht.
Erfahrung ist für mich kein Selbstzweck. Sie zählt dann, wenn sie hilft, angefangene Aufgaben zu Ende zu bringen. Deshalb kandidiere ich noch einmal für die CDU. Ich verspreche Ihnen keine schnellen, einfachen Lösungen der Probleme vor Ort, aber dass ich mich mit ganzer Kraft und Erfahrung dem widmen und ein offenes Ohr für Sie haben werde – wie sie es kennen. Lassen wir die „große Politik“ beiseite und konzentrieren uns auf das, was hier vor allem zählt: unsere Heimat, die alle Generationen verbindet.
Dafür bitte ich Sie um Ihr Vertrauen.
Herzlichst Ihre Heidemarie Mundlos
Kandidatin der CDU im Stadtbezirk 322 (Wenden, Veltenhof, Rühme, Thune, Harxbüttel) und im Ratswahlbereich 32 (zusätzlich Lehndorf, Lamme, Kanzlerfeld, Watenbüttel, Ölper, Völkenrode)
Reel zur Kommunalwahl am 13.09.2026